Der Leguan
Wer sich für einen Leguan als Hausgenossen entscheidet muss einiges bedenken.Wenn Sie sich wirklich einen grünen Leguan zulegen möchten investieren sie zuvor noch in mindestens zwei Fachbücher...
| In Gefangenschaft wird der Leguan selten mehr als 1,80 Meter, dennoch muss man ein Terrarium von über 2 Metern Länge für ein erwachsenes Paar rechnen. Unter besten Bedingungen kann man so einen Drachen 20 Jahre lang sein Eigen nennen. | Terrarienansprüche: Als Baumbewohner benötigt er Kletteräste die zumeist dicker als der Körper sein sollten. Die Temperatur sollte zwischen 25 und 30°C am Tag und 20 und 22°C in der Nacht betragen. Die Luft muss tropisch feucht bis stellenweise halbtrocken sein. Ein Sonnenplatz (also Spot) und ein geheiztes Wasserbecken muss auch vorhanden sein. Terrarientechnik um Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren ist ein eigenes großes Kapitel und würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. | 
| Vergesellschaftung: Möglich ist dies mit ebenfalls größeren Arten werden, wie Segelechsen, grüne Wasseragame, Australische Wasseragame, Stirnlappenbasilisken und Helmbasilisken. Bewährt hat sich das zusammenleben mit Achatschnecken. Diese große Schneckenart lebt am Boden und vertilgt Futtereste die der Leguan in seiner Gier zu Boden schmeißt. Dennoch ist die Achatschnecke nicht nur ein Resteverwerter und gehört auch artgerecht betreut. Pro Terrarium sollte nur ein erwachsenes Männchen gehalten werden da es sonst zu Revierstreitigkeiten kommt. Eine Agame ersetzt aber keinen Artgenossen. | Ernährung: Die Ernährung des Grünen Leguans ist überwiegend vegetarisch. Jungtiere benötigen auch tierische Kost wie Käfer, Heimchen und Grillen. Das ausgewachsene Tier ist einen Käfer nicht unbedingt abgeneigt, bevorzugt aber Obst, Gemüse, und auch einheimische Kräuter wie Löwenzahn, Gänseblümchen oder Kleearten. Wichtig ist es darauf zu achten das Futter nicht durch Insektizide oder ähnliches verunreinigt ist. Damit keine Mangelerscheinungen entstehen sollte eine Mineralstoff- und Vitaminmischung zugefüttert werden. Krankheiten bei Reptilien sind leider meist schwer zu erkennen. Diese Tiere leiden oft stumm, das erste Anzeichen ist eine Futterverweigerung. Hier ist ein Tierarzt gefragt der sich auf Reptilien spezialisiert hat. | 
| Verhalten: Jungtiere werden recht schnell handzahm und erkennen ihren Pfleger. Sie nutzen „ihren“ Menschen dann auch gerne als erhöhten Aussichtspunkt. Auslauf muss sein, im freien aber unter allerstrengster Vorsicht und Aufsicht. Ein gewisser Respekt sollte auch vor zahmen Tieren vorhanden sein. Die langen spitzen Krallen die er zum Klettern braucht können auf menschlichen Aussichtstürmen tiefe Kratzer auf der Haut hinterlassen. Ein Biss ist schon bei kleineren Exemplaren schmerzhaft. Fühlt er sich bedroht, oder wird erschreckt nutzt er seinen kräftigen Schwanz wie eine Peitsche. Vor allem größere Tiere können durch die feinen Schuppen peitschenartige Striemen hinterlassen. | Wer sich also für einen Leguan als Hausgenossen entscheidet muss folgendes bedenken: Habe ich Platz für ein genügend großes Terrarium? Habe ich Zeit für mein Tier ( Grüne Leguane sind tagaktiv) Kann ich ihm Freilauf ermöglichen? Bedenken sie das Leguane keinerlei Respekt vor Blumentöpfen auf dem Fensterbrett haben. Was im Weg ist wird beiseite geschoben oder überklettert. Informieren sie sich vor der Anschaffung ob ein Tierarzt in der Nähe ist, der Erfahrung mit Reptilien hat. Wenn sie sich wirklich einen grünen Leguan zulegen möchten investieren sie zuvor noch in mindestens zwei Fachbücher. Es lohnt sich. Mittlerweile gibt es auch hervorragende Internetseiten zum Thema Leguan. z.B. die Seite von Stefan Lenhart der mir die Fotos zur Verfügung stellte: http://www.iguanahomepage.de |
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