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Bauanleitung: Nager-Käfig

Sigrid Landl gibt stellt Ihnen eine Anleitung für den Bau und die Einrichtung eines Käfigs für kleine Nagetiere, wie Hamster, Ratten, Mäuse und Degus, zur Verfügung:

Ich habe für meine beiden Dsungarischen Zwerghamstermädels, Zwirch und Zwabel, selbst einen Käfig gebaut. Er sollte stabil sein und als Art Einbauschrank ins Zimmer passen und meine Mädels außerdem vor den Krallen unserer vier Katzen schützen. Nun stehen auf dem Käfig ein Bücherregal und ein kleiner Fernseher, also ist er optimal, um Platz zu sparen und die Katzen haben Live-Kino, ohne den Schauspielerinnen dabei Schaden zufügen zu können. Wenn Sie etwas größere Nagetiere haben, können Sie ja noch eine Etage mehr und die Etagen insgesamt etwas höher machen, damit ein größeres Laufrad und größere Spielsachen Platz haben.


Bauanleitung:

Der Käfig besteht aus drei Etagen und hat die folgenden Maße:

gesamter Käfig: L= 90cm, T= 65cm, H= ca. 80cm

oberste und mittlere Etage: pro Hamster ca. 42cm lang und 20cm hoch

unterste Etage: pro Hamster ca. 42cm lang und 35cm hoch

Ich ließ mir dann im Baumarkt also Naturspanplatten mit den folgenden Maßen zuschneiden:

4 Platten zu 90x65 cm

6 Platten zu 20x65 cm

3 Platten zu 35x65 cm

Mit der Platte für die Rückseite musste ich warten, bis diese Teile zusammengeschraubt waren, weil ich ja nicht wusste, wie dick die Platten sein würden.

In zwei der großen Platten sägte ich auf den beiden langen Seiten je zwei Löcher mit den Maßen 7x7 cm, durch welche die Hamster dann zwischen den Etagen auf und ab klettern sollten.

Nun mussten diese Teile nur noch gut lackiert und zusammengeschraubt werden, dann stand bereits das Grundgerüst und die Maße für die Rückseite konnten genommen werden. An die unterste Etage leimte ich noch ein etwa 8cm breites Brett, damit ich den Hamstern relativ hohe Einstreu geben kann, ohne dass diese ständig auf dem Boden landet.

Gleichzeitig mit der Rückplatte holte ich mir 7 je 2m lange Leisten aus hellem Holz, mit denen ich den Käfig verschönerte und die Türen bastelte. Dann fehlten noch 12 Scharniere, das Gitter und die Häkchen, die die Türen zuhalten.

Ich befestigte die Scharniere auf den fertigen Türrahmen und danach das Gitter auf beiden Seiten der Türen, damit die Katzen nicht bis zu den Hamstern „durchkrallen“ können. Danach schraubte ich die Scharniere am Käfig fest und platzierte an den Zierleisten noch kleine Häkchen, die die Käfigtüren am Herausfallen hindern sollen. Dann schnitt ich noch Papprollen zurecht, klemmte sie in die hinteren Löcher und machte meinen Mädels so Rutschen, durch diese sie von jeder Etage in die darunter gelangen. Zum Raufklettern dient das Gitter der Türen.

Einrichtung:

Die unterste Etage befüllte ich also mit Einstreu und an eine Seite legte ich einen Pflasterstein. Der Stein dient den Hamstern zum Stutzen der Krallen und ist ein stabiler Untergrund für das Laufrad. Als Laufrad wählte ich das Wodent Wheel Hamsterlaufrad mit einem Durchmesser von 20cm, da dieses nicht an einem Gitter befestigt werden muss (also optimal für einen selbstgebauten Käfig) und nur knapp mehr kostet, als ein Metalllaufrad in der gleichen Größe, jedoch viel sicherer ist für das Tier, da es bei Metalllaufrädern mit den Beinchen hängen bleiben und sich dabei schwere Verletzungen zuziehen kann. In eine Ecke legte ich unbedrucktes und unparfümiertes Klopapier, das von den Hamstern sofort als Nistmaterial verwendet wurde. Zusätzlich legte ich ihnen noch Äste von unserem Nussbaum hinein, da Hamster Holz zum Knabbern und Kürzen der Zähne benötigen. Weiters gab ich ihnen noch eine halbe Eierbox mit einer Klopapierrolle als Eingang in den Käfig. Zu guter Letzt stellte ich noch einen Hochstand aus Holz, den ich bei „Fressnapf“ fand, an die Rückseite.

  

In die mittlere Etage gab ich Heu, die andere Hälfte der Eierbox, wiederum mit einer Klopapierrolle, und eine Holzwippe, die ich ebenfalls bei „Fressnapf“ kaufte.


In die oberste Etage legte ich die Schachtel der Holzwippe und noch ein paar Klopapierrollen zum Herumtollen. Dann gab ich noch Geschirr, das ich bei „IKEA“ gekauft habe, hinein: eine Keramikform mit Chinchillasand, den Nagetiere unbedingt zur Fellpflege benötigen, einen Frischfutternapf und einen Wassernapf. Außerdem ist diese Etage sozusagen das Esszimmer, wo ich das Hauptfutter verstreue und alle Knabbereien (Hirsekolben, Hundekuchen) und Leckerlis (Nüsse, Kerne) im Sand und in den Klopapierrollen verstecke. (Kleiner Tipp für BastlerInnen: einfarbiges Geschirr können Sie selbst mit Keramikfarben bemalen und dem Käfig somit eine ganz persönliche Note verleihen und zusätzlich können Sie durch unterschiedliche Motive die Einrichtung Ihrer Tiere auseinander halten, damit Sie sie nach der Käfigreinigung nicht in den falschen Bereich stellen. Da sich meine beiden Mädels überhaupt nicht vertragen, sind bei Zwirch die Transportbox und die Einrichtung rot mit dem Motiv Dagobert Duck und bei Zwabel blau mit dem Motiv Donald Duck. Alle gleichfarbigen Gegenstände, wie etwa das Laufrad, erkenne ich durch Farbmarkierungen an der Rückseite. Diese Unterscheidung ist absolut wichtig, weil es für die beiden ziemlichen Stress bedeuten würde, wenn ein Gegenstand plötzlich nach dem „Feind“ riecht und sie nicht wissen, wo sich dieser aufhält.)

 hamsterkaefig7

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