Tierversuche
Warum müssen Tiere immer wieder stellvertretend für den Menschen leiden ? Die wahre menschliche Güte kann sich in ihrer absoluten Reinheit und Freiheit nur denen gegenüber äußern, die keine Kraft darstellen. Die wahre moralische Prüfung der Menschlichkeit, die elementarste Prüfung äußert sich in der Beziehung der Menschen zu denen, die ihnen ausgeliefert sind: zu den Tieren. Milan Kundera (*1929), tschechischer Lyriker, zeitkritischer Romanautor und Dramatiker
![]() |
Die gesetzliche Definition "Tierversuche im Sinne dieses Bundesgesetzes sind alle für das Tier belastenden, insbesondere mit Angst, Schmerzen, Leiden oder dauerhaften Schäden verbundenen experimentellen |
| Eingriffe an oder Behandlungen von lebenden Wirbeltieren, die über die landwirtschaftliche Nutzung und veterinärmedizinische Betreuung hinausgehen und das Ziel haben, eine wissenschaftliche Annahme zu prüfen, Informationen zu erlangen, einen Stoff zu gewinnen oder zu prüfen oder die Wirkung einer bestimmten Maßnahme am Tier festzustellen." |
|
Es werden mehrere Jahrtausende von Liebe nötig sein, um den Tieren ihr durch uns zugefügtes Leid heimzuzahlen! Arthur Schopenhauer (1788 - 1860), deutscher Philosoph Die gesetzliche Situation Nach der Definition des Gesetzes sind allerdings z.B. Versuche an wirbellosen Tieren, an toten Tieren oder an Föten / Embryonen nicht genehmigungspflichtig. Weiters sagt dieses Gesetz, dass Tierversuche zur Entwicklung oder Erprobung von Kosmetika grundsätzlich verboten sind – es gibt jedoch auch hier – wie überall - Ausnahmen. |
![]() |
Wofür ? Tierversuche werden vor allem in der Forschung eingesetzt. Im medizinischen Bereich, in der Pharmakologie, im universitären Bereich, in der chemischen und kosmetischen Industrie, in der Weltraumfahrt, aber auch in der Ernährungs- und Umweltforschung. Wie viele Tiere werden "verbraucht" ? 180.012 Tiere – dies ist eine Steigerung gegenüber dem Jahr 2000 um 14.984 Tiere. Dies obwohl es immer mehr |
|
Alternativen zu Tierversuchen
Dieses Ziel ist auch wie folgt im TVG festgelegt: "Die gemäß § 1 zuständigen Bundesminister haben nach Maßgabe des jeweiligen Bundesfinanzgesetzes unter Bedachtnahme auf den Stand der Wissenschaft die Ausarbeitung anderer Methoden und Verfahren (Ersatzmethoden) im Sinne des § 3 Abs. 2 Z 2 zu fördern. Dabei soll angestrebt werden, wissenschaftlich aussagefähige Ersatzmethoden zu entwickeln, die eine Verringerung der Anzahl oder der Belastung der Versuchstiere ermöglichen oder Tierversuche überhaupt entbehrlich machen." |
![]() |
Im Gegensatz zu Tierversuchen werden die Alternativmethoden direkt für den menschlichen Körper entwickelt, was man vom tierischen Organismus nicht behaupten kann. Die Mehrzahl der praktizierenden Ärzte ist der Ansicht, dass Tierversuche aufgrund von anatomischen und physiologischen Unterschieden zu |
| irreführenden Ergebnissen führen können. Einer jüngsten Studie
zufolge, haben 88% aller befragten englischen Ärzte die Meinung vertreten, dass
Tierversuche irreführend sein können
Leider dauert die gesetzliche Anerkennung von Alternativmethoden derzeit bis zu 10 Jahren. Diese Hürde des Gesetzgebers ist ein Grund dafür, dass heute noch immer so viele Tierversuche durchgeführt werden, obwohl diese nicht mehr nötig wären. Das Menschliche Dr. phil. Gerald Dunkl, österreichischer Geronto-Psychologe, Aphoristiker, Lyriker und Schriftsteller Tiere sind niedere Lebewesen – die haben doch keine Empfindungen - oder ? |
![]() |
Nach allem gegenwärtig verfügbarem Beweismaterial verspüren Tiere Schmerzen und können auch unter Streß leiden. Die Voraussetzungen für die Empfindung von Schmerzen sind ein zentrales Nervensystem, ein System von peripheren Schmerzrezeptoren und eine Reihe von neuralen Verbindungswegen zwischen den Rezeptoren und dem zentralen Nervensystem. Alle |
| Wirbeltiere weisen diese Voraussetzungen auf und sind
zweifelsfrei imstande, Schmerzen zu empfinden. Sie sind also genauso
leidensfähig wie der Mensch !!!!
Laßt uns den Umgang mit Tieren pflegen, Freunde, damit wir unsere unsterbliche Seele nicht verlieren. Zu den Tieren dürfen wir freundlich und menschlich sein, ohne uns unserer bürgerlichen Würde zu vergeben. Vor dem Tier können wir uns nur schämen; denn das Tier ist besser als wir, wozu ja allerdings meistens nicht viel gehört. Victor Auburtin |



