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Waljagd

In Europa werden Wale seit dem 9. Jahrhundert gejagt. Der Fang nahm immer weiter zu, da Wale den Menschen wichtige Rohstoffe boten. Zum Beispiel enorme Fleischmengen und Waltran als Brennstoff. 2006 gibt es günstigere Rohstoffe, dennoch geht das Töten weiter

In Island, Japan und Norwegen wird die Waljagd mit staatlichen Geldern gestützt, internationale Beschlüsse gegen den kommerziellen Walfang werden dabei missachtet:

Island blickt auf eine lange Geschichte des Walfangs zurück. In den 1980er Jahren hatte der Inselstaat  das kommerzielle Walfangverbot zwar akzeptiert, aber er setzte den Walfang unter dem „Deckmantel der Wissenschaft“ fort. 1989 beendete er den Walfang gänzlich. 2002 war Island der Internationalen Walfangkommission (IWC) unter Vorbehalt gegenüber dem kommerziellen Walfangverbot beigetreten, aber schon im Folgejahr nahm der Inselstaat die Waljagd aufgrund von Ausnahmebestimmungen innerhalb des Abkommens „wissenschaftliche Forschung“ wieder auf. Seitdem fielen insgesamt 161 Nördliche Zwergwale den Harpunen isländischer Walfänger zum Opfer.
2006 weitet Island das Töten aus: Seit Oktober stellt die isländische Regierung Walfanggenehmigungen für kommerzielle Zwecke aus. In den kommenden Monaten werden 30 Zwergwale und 9 Finnwale durch die explosiven Harpunen der Walfänger sterben. Die Meeressäuger werden mit Sprengstoffharpunen beschossen die in ihrem Körper explodieren. Danach werden die Tiere auf das Schiff gezerrt und ausgeschlachtet. In manchen Fällen kann der grausame Todeskampf bis zu einer Stunde dauern.
Finnwale stehen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten des Weltnaturschutzdachverbandes IUCN und sind durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt. Ihr Abschuss treibt gefährdete Arten weiter in die Ausrottung.

Zusätzlich zum Walfang sind die Tiere noch weit größeren Bedrohungen ausgesetzt: der zunehmenden Umweltverschmutzung und der Überfischung der Meere durch die Spezies Mensch. Wale sind ein Teil des biologischen Gleichgewichts der Meere. Um dieses Gleichgewicht zu erhalten, hat sich Greenpeace eine Aktion ausgedacht die da ansetzt, wo es weh tut – beim Geld: In einem Protest E-Mail an den isländischen Tourismusverband kann man sich bereit erklären Island zu besuchen, wenn die Waljagd sofort eingestellt wird, bzw. es nicht zu tun sollte weitergejagt werden. Bislang haben sich 85 000 Menschen gemeldet. Das entspricht einem Wert von über 79 Millionen Euro. Demgegenüber steht der Profit aus dem Walfang von rund 3 Millionen Euro. Infos dazu gibt es auf www.greenpeace.de

Fotoquelle: http://www.greenpeace.de

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