Caesar und seine neuen Dosenöffner
Einen ganz besonders unterhaltsamen Bericht hat uns der kleine Caesar geschickt - lesen Sie selbst, wie das Leben aus Sicht einer ehemaligen Tierheimkatze aussieht:
Liebes Tierheim-Team!
Könnt Ihr euch noch an mich erinnern? Ich bin der Caesar (so nennen mich meine neuen Dosenöffner) und ich war von September bis zum 27.12.2006 bei euch zu Gast. Seither hat sich wirklich viel getan und nachstehend will ich euch davon berichten:
Wie meine neuen „Versorger“ ja bereits bei euch im Tierheim festgestellt hatten, war ich nicht gerade das, was man unter zutraulich und verschmust versteht. Ich wollte ja auch par tout nicht bei denen in die Transportbox steigen aber eine Mitarbeiterin von euch hat mich – im nachhinein gesehen Gott sei Dank – mit ziemlicher Vehemenz aus meinem Versteck im Kratzbaum geschüttelt – buh war mir schwindlich.
In meinem neuen Zuhause angekommen, habe ich zu meiner eigenen Sicherheit beschlossen, die Transportbox erst einmal immer nur dann zu verlassen, wenn ganz bestimmt kein Mensch mehr im Raum ist. Das habe ich die ersten Tage auch brav durchgehalten aber irgendwann bin ich dann doch neugierig geworden – und dann hab ich Ihn gesehen – ich war also nicht alleine. Er – mit Namen heißt er Leo – wohnt schon seit eineinhalb Jahren bei meinen „Versorgern“ und war am Anfang gar nicht so begeistert darüber, dass er sein Revier ab sofort mit mir teilen sollte. Wir haben uns ziemlich oft gefetzt und ich gebe zu, dass ich ihn schon oft so lange provoziert habe bis dass er mal wieder über mich hergefallen ist – machte mir irgendwie Spaß.
Seit auch ich nun nach draußen gehen darf – meine Dosenöffner wohnen zum Glück ganz abgelegen im Grünen – sind wir beide meistens so mit Mäuse fangen beschäftigt, dass wir zu müde sind um uns zu fetzen. Wir schlafen dann lieber gemeinsam ein Stündchen oder betteln mit vereinten Kräfte (und Stimmen) um Futternachschub. Diesbezüglich haben wir uns also schon verbündet.
Leider habe ich schon all zu oft den Mann mit dem unangenehmen Geruch und dem weißen Kittel – die „Versorger“ nennen ihn „Tierarzt“ - besuchen müssen. Von allergischen Reaktionen über Infektionen bis zu einem – wie sich herausgestellt hat – gutartigen Tumor der mir herausgeschnitten wurde habe ich leider schon so ziemlich alles „eingefangen“. Gott sei Dank sind aber alle Wehwehchen glimpflich ausgegangen so dass ich nun wieder ganz gesund bin und das Mäuse fangen, faul in der Sonne liegen, spielen, mit meinen Versorgern schmusen (ja ich bin ein ausgesprochener Schmusetiger geworden), schlafen, fressen,….. wirklich ausgiebig genießen kann.
Damit Ihr Euch ein Bild von uns machen könnt schicke ich euch unten ein paar Fotos von mir und meinem Mitbewohner Leo.
Danke nochmals für die liebe Betreuung!
Euer Caesar
