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Die Asperl / Die Deutsche Mispel

Mespilus germanica L. (lat. =im deutschen Gebiet wachsend) Familie: Rosaceae (Rosengewächse)


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Die Deutschen Mispeln sind meist kleinere Bäume oder große Sträucher und wachsen relativ langsam. Kommen große Bäume vor, sind sie naturdenkmalverdächtig.
Sie bevorzugen trockene Standorte und in Südeuropa gibt es verschiedene großfrüchtige Kultursorten.
Es wurde von Botanikern manchmal bezweifelt, dass die Deutsche Mispel in Mitteleuropa ursprünglich ein heimischer Waldbaum war. Dagegen spricht aber, dass sie schon im Capitulare Karl d. Großen aufscheint und in der Pflanzliste des Klosters St. Gallen aus dem Jahr 820 n. Chr. Erwähnt wird.



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In Österreich wird die Deutsche Mispel „Asperl“ genannt. Früher wurde sie bei uns häufig in Gärten gepflanzt und die Früchte, die erst nach dem ersten Frost weich und essbar werden, als Vitaminspender sehr geschätzt.

Heutzutage, wo durch Importe frisches Obst zu jeder Jahreszeit zur Verfügung steht, sind sie, weil dieser Konkurrenz nicht gewachsen, etwas in Vergessenheit geraten.

Die Asperlbäume blühen bei uns im Mai, wenn schon die hübschen ca. 12cm langen elliptischen Blätter vorhanden sind. Die großen Blüten sitzen an den Spitzen der Zweige. Sie sind weiß oder rötlich und ähneln einer Apfelblüte, ohne allerdings den bezaubernden Apfelblütenduft zu besitzen. Dafür setzen ihre dunkelroten Staubbeutel einen aparten Akzent.

Das Holz des Asperlbaumes ist gelblichbraun, hart und wurde deshalb früher von Tischlern und Drechslern sehr geschätzt.
Die Deutsche Mispel steht bei uns unter Naturschutz.




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