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Die Stechpalme / Der Christusdorn

Ilex aquifolium L. (lat. Ilex = Artname der Steineiche, aquifolium = Nadel, Spitze, Blatt) Familie: Aquifoliáceae (Stechhülsengewächse)


Stechpalme
Die Stechpalme ist ein immergrüner Strauch oder kleines Bäumchen, das früher als Unterholz der Buchenwälder in West- und Südeuropa verbreitet war. Da sie etwas frostempfindlich ist, gedeiht sie in Osteuropa nur in geschützten Lagen.
Sie hat aber großes Ausschlagvermögen, so dass sie nach einem Frostschaden wieder austreibt. Allerdings ist sie langsamwüchsig.

Wegen ihrer schön geformten glänzenden dunkelgrüner Blätter und der roten Beeren wurde sie besonders zu Weihnachten viel zu Schmuckzwecken verwendet. Es wurde ihr so stark nachgestellt, dass sie selten geworden ist, bzw. dass sie unter Schutz gestellt wurde.
Ihre immergrünen Zweige, die Blätter bleiben bis zu drei Jahren am Strauch, gelten als Symbol des Lebens. Ein Stechpalmenzweig über die Stalltür genagelt, hält die Kobolde fern, die ansonsten Unglück über das Vieh bringen würden.

Auch im Palmbuschen verarbeitet, bringt er Segen über Feld und Hof.

Die weißen Blüten erscheinen im Mai oder im Juni und haben eine interessante Eigenart. Es gibt weibliche und männliche Blüten, die jedoch nur durch Verkümmern des anderen Geschlechtes männlich oder weiblich werden. Angeblich soll auf ein und denselben Baum das vorherrschende Geschlecht der Blüten von Zeit zu Zeit wechseln. Man nennt diese Erscheinung in der Fachsprache unvollkommene Zweihäusigkeit.

Hat man also eine Stechpalme, die keine Beeren ansetzt, soll man die Hoffnung nicht aufgeben. Es kann sein, dass sich das Geschlecht der Blüten doch noch ändert.

Die erbsengroßen roten Früchte sind giftig. Das gelbe Holz wurde von Drechslern verarbeitet. Die Stechpalme steht unter Naturschutz. Südamerikanische Ilexarten liefern den koffeinhaltigen Mate-Tee. Die Gauchos schlürfen den Mate-Tee aus ausgehöhlten Kürbissen durch Tonröhrchen, die unten mit einem Sieb versehen sind. Der Mate-Tee soll vor Rheuma schützen.

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